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Hypothek

Die Hypothek gehört als Grundpfandrecht eng zur Baufinanzierung. In den letzten Jahren hat sie aber an Bedeutung erheblich verloren und wird mehr und mehr von der Grundschuld ersetzt. Ein Grund: Die Forderung und Hypothek sind eng miteinander verbunden.

Wer sich hierzulande mit dem Gedanken an ein Eigenheim trägt, wird in den meisten Fällen an einer Baufinanzierung nicht vorbeikommen. Schließlich ist der Bau oder Erwerb einer Immobilie mit einem Kapitalbedarf von mehreren zehn- bis hunderttausend Euro verbunden. Dabei stoßen angehende Eigenheimbesitzer immer wieder auf einen Begriff – die Hypothek. Was verbirgt sich dahinter und welche Tragweite hat die Hypothek für die Baufinanzierung.


Hypothek vs. Grundschuld

Aus juristischer Sicht handelt es sich bei der Hypothek um ein sogenanntes Grundpfandrecht, das dessen Inhaber gewissermaßen Verwertungsrechte sichert. Grundpfandrechte können gegen Grundstücke und Immobilien ausgeübt werden. Anhand dieser Tatsache erschließt sich vielleicht schon Sinn und Zweck einer Hypothek im Zuge einer Baufinanzierung – sie dient als Sicherheit. In den vergangenen Jahren hat die Hypothek allerdings stark an Bedeutung verloren.


Ein Grund ist die Tatsache, dass Grundpfandrecht und Forderung, welche der Inhaber geltend machen kann, stark miteinander verbunden sind. Eine Tatsache, welche die Übertragung und Verwertung des Grundpfandrechts unabhängig von der Forderung für Gläubiger schwierig macht. Für den Kreditnehmer einer Baufinanzierung ist die Hypothek dagegen sicherer als zum Beispiel die Grundschuld, da sich diese auch von der Forderung getrennt übertragen lässt.

In diesem Zusammenhang muss auch das Thema Zwangsversteigerung angesprochen werden. Immer wieder haben in der Vergangenheit Presseberichte Eigenheimbesitzer verunsichert, in denen vom Missbrauch der Grundpfandrechte berichtet wurde. Da die Hypothek an die besicherte Forderung gebunden ist, müssen Eigenheimbesitzer diesbezüglich keine unangenehmen Überraschungen fürchten.

Hypothek: Warum Grundpfandrechte dazugehören

Viele Laien, die im Zuge der Baufinanzierung zum 1. Mal mit einer Grundschuld in Berührung kommen, stellen sich die Frage: Wozu das Ganze? Wesentlicher Aspekt der Grundpfandrechte ist der Sicherheitsgedanke bei einer Baufinanzierung. Angesichts der Darlehenshöhe, welche eine Baufinanzierung annimmt, ist es verständlich, dass Banken nur an bestimmten Werten als Sicherheitsleistung interessiert sind. Und einer der beständigsten Werte ist und bleibt Betongold.

Darüber hinaus ist die Hypothek für die Baufinanzierung ein Netz mit doppelten Boden. Sie wird ins Grundbuch eingetragen und ist hier für Dritte ersichtlich. Da Änderungen nicht ohne Weiteres möglich sind, muss die Bank als Inhaber der Grundschuld also keine Manipulation fürchten. Und da im Bereich der Grundpfandrechte die Eintragung nach Rang erfolgt, kann der Kreditgeber sicher sein, prominent seine Forderung zu bedienen.