Tipps & Infos zum Kredit

Hypothekendarlehen als Baufinanzierung nutzen

Das Hypothekendarlehen gehört heute im Bereich der Baufinanzierung zu den Standards. Für viele Verbraucher ist der Begriff Hypothekendarlehen aber im ersten Moment verwirrend, da die Hypothek nur noch selten zum Einsatz kommt und von der Grundschuld überholt wurde. Was ist der große Unterschied?

Verbraucher, die sich heute für das Eigenheim entscheiden, bauen häufig auf´s Betongold als Altersvorsorge, um sich im Ruhestand entspannt zurücklehnen zu können. Allerdings ist es bis dahin ein weiter Weg. Allein schon der Kapitalbedarf für ein Eigenheim sprengt die Spareinlagen vieler Familien und Singles bei Weitem. Das Thema Baufinanzierung steht deshalb immer wieder auf der Tagesordnung. Einer der wichtigen Begriffe in diesem Zusammenhang ist das Hypothekendarlehen.


Dabei handelt es sich um eine Baufinanzierung, welche durch ein Grundpfandrecht besichert wird. Anders, als es die Bezeichnung Hypothekendarlehen vielleicht nahe legt, wird die Hypothek heute nur noch in einer Minderheit der Fälle einer Baufinanzierung verwendet. Stattdessen ist es eher üblich, zur sogenannten Grundschuld (§§ 1191 BGB) zu greifen. Der Grund: Die Hypothek ist immer an die Forderung gebunden – also akzessorisch. Die Grundschuld kann dagegen auch ohne entsprechende Forderung existieren.

Baufinanzierung als Hypothekendarlehen in der Praxis


Wer sich für eine Baufinanzierung entscheidet, wird im Rahmen der Antragsformalitäten auch damit konfrontiert, dass die Sicherheit (die Immobilie) von einem Sachverständigen begutachtet und deren Wert geschätzt wird. Ist die Bank mit dem Darlehen einverstanden, wird das Grundpfandrecht ins Grundbuch (3. Abteilung) eingetragen. Warum diese komplizierte Absicherung?

Eine Baufinanzierung bringt zwei Besonderheiten mit. Auf der einen Seite ist die Darlehenssumme in der Regel wesentlich höher als im Fall eines Ratenkredits zur „klassischen“ Konsumfinanzierung. Darüber hinaus liegen zwischen Auszahlung und Tilgung oft Jahrzehnte. Um im Fall einer Leistungsstörung (Krankheit, Arbeitslosigkeit uvm.) dem Ausfall der Schuld vorzubeugen, nutzen Banken die Grundpfandrechte als Sicherheit.

Der Unterschied zwischen Hypothekendarlehen und Privatkredit liegt damit auf der Hand.

Hypothekendarlehen: Wie teuer ist die Baufinanzierung

Die Höhe eines Baukredits ist imposant und kann 200.000 Euro schnell übersteigen. Entsprechend hoch fallen die Belastungen für die Zinsen aus. Wer nach einem günstigen Hypothekendarlehen sucht, darf sich nicht nur nach dem Effektivzins richten. Es kommt darauf an, allen Nebenkosten – wie etwa für Gutachter und Notar – in Betracht zu ziehen. Darüber hinaus ist es äußerst ratsam, auch den Zusammenhang zwischen Zinshöhe und Zinsbindung beim Hypothekendarlehen zu berücksichtigen, gleichzeitig aber an ein hohes Maß an Flexibilität zu denken – etwa durch die Chance auf Sondertilgungen.