Tipps & Infos zum Kredit

Darlehen: So erhalten Sie neuen Spielraum

Kredit oder Darlehen – im Alltag wird nur selten zwischen beiden Varianten unterschieden. Dabei gibt es durchaus einige Unterschiede, die aber am grundlegenden Merkmal – dem Ausleihen von Geld – wenig ändern. Trotzdem kann es sich lohnen, einmal tiefer in die Materie rund um das Darlehen einzutauchen.


Eine Immobilienfinanzierung, Anschaffungen wie die neue Küche oder ein neues Auto – es gibt viele Gelegenheiten, in denen Verbraucher zu einem Darlehen greifen. Allerdings sind sich die wenigsten Kreditnehmer über die breite Palette und die verschiedenen Durchführungsmöglichkeiten eines Darlehen im Klaren. Dabei lohnt es sich durchaus, hier einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Aus juristischer Sicht sind Darlehen und Kredit zwei unterschiedliche Formen der Finanzierung, hängen aber so eng zusammen, dass beide Begriffe inzwischen synonym verwendet werden. Grundsätzlich handelt es sich beim Darlehen um einen schuldrechtlichen Vertrag an Sachen (Sachdarlehen) oder Kapital, für den – neben der Darlehensschuld – auch Zinsen zu zahlen sind.

Darlehensarten in Deutschland


Soviel zur „grauen“ Theorie. Wie sieht aber die Praxis aus? In Deutschland werden Darlehen bzw. ein Kredit in der Hauptsache als Annuitäten-, Tilgungs-, Abruf- oder endfälliges Darlehen ausgereicht.

Annuitätendarlehen: Der Kredit wird in festen Raten mit steigendem Tilgungsanteil zurückgeführt, die Zinsen sinken entsprechend über die Laufzeit.

Tilgungsdarlehen: Die Höhe der Tilgung bleibt über die gesamte Laufzeit gleich, Zinsteil und Rate sinken mit fortschreitender Dauer der Rückzahlung.

Abrufdarlehen: Dieses Darlehen ist gewissermaßen ein Exot. Die Bank stellt einen Kreditrahmen zur Verfügung, in dem der Kreditnehmer verfügen kann.

Endfälliger Kredit: Dieser Kredit führt die Darlehensschuld erst zum Ende der Laufzeit zurück. Während dessen erfolgt nur die Zahlung der fälligen Zinsen.

Das richtige Darlehen für den Alltag

Angesichts unterschiedlicher Darlehen-/Kreditarten stellt sich die Frage, welche Variante für den Alltag eher geeignet ist. Wesentliche Einflussgrößen sind hier der Zweck, für welchen der Kredit verwendet werden soll, und die finanzielle Situation des Kreditnehmers. So ist das Annuitätendarlehen als Kredit zu empfehlen, wenn feste Raten gefragt sind.

Ein endfälliger Kredit eignet sich dagegen überall dort, wo der Kreditnehmer zum Ende der Laufzeit mit einer größeren Geldsumme rechnen kann, etwa aus einem auslaufenden Versicherungsvertrag o. ä. Für welchen Kredit man sich auch entscheidet, einige Punkte behalten immer ihre Gültigkeit. Dazu gehört der Vergleich zwischen den Zinsen, die für einen Kredit anfallen. Darüber hinaus spielen die Nebenkosten für die Finanzierung eine erhebliche Rolle.