Tipps & Infos zum Kredit

Privatkredit: Der Bildungskredit als Karriereturbo

Studieren kostet Geld – und nicht jeder angehende Akademiker kann sich auf das BAföG verlassen. Bildungskredite werden daher als Alternative immer attraktiver. Allerdings sind beim Privatkredit als Studienfinanzierung Weitsicht und kühle Rechner gefragt.


Bildungskredit

Bildungskredit

Mit Beginn des Studiums stehen angehende Akademiker zum ersten Mal auf eigenen Beinen. Dazu gehört auch ein bisher ungewohntes Maß an finanzieller Verantwortung. Gerade Studenten, für die eine Förderung der Ausbildung via BAföG nicht in Frage kommt, stehen vor einem Problem. Die Lösung: Der Bildungskredit. Allerdings ist diese Option nicht immer der große Wurf, besonders wenn es sich um einen Privatkredit handelt.

Bildungskredit: Wo trennen sich Spreu und Weizen

Generell lässt sich der Bildungskredit in zwei unterschiedliche Bereiche trennen – einmal den Bildungskredit als Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und zum anderen in den Privatkredit. Welche Variante ist für Studierende besser als Bildungskredit geeignet, das KfW-Darlehen oder das Bankdarlehen?

KfW-Bildungskredit – finanzielle Sicherheit mit Hindernissen

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau führt zwei unterschiedliche Programme zur finanziellen Unterstützung von Studierenden – den Bildungskredit für die Schlussphase der Ausbildung und einen Studienkredit. Letztere Variante des Bildungskredits kann sich über bis zu 10 Semester erstrecken, die monatlich maximal ausgezahlte Summe liegt bei rund 650 Euro.

Speziell Studierende, die kein BAföG erhalten, können diesen Bildungskredit nutzen, um das Studium zu finanzieren. Allerdings sind Leistungsnachweise zu erbringen, was unter Umständen zu einem Problem werden kann.

Der Bildungskredit als Privatkredit


Verschiedene Banken führen seit einigen Jahren einen Bildungskredit als Sonderform beim Privatkredit im Produktkatalog. Anders als die Angebote der KfW zum Thema Bildungs- und Studienkredit sind diese Privatkredite häufig mit unterschiedlichen Leistungen ausgestattet, was sowohl deren Höhe wie auch die Rückzahlung betrifft.

Studierende müssen daher bei der Suche nach einem Privatkredit als Studienfinanzierung sehr genau hinschauen. So können sich die einzelnen Bildungskredite deutlich in der Karenzphase, also dem Zeitraum zwischen Auszahlung und Tilgungsphase für den Bildungskredit unterscheiden. Ein weiterer Aspekt betrifft die Verzinsung und die Kopplung der Tilgungsraten an das Einkommen. Nicht immer garantiert ein abgeschlossenes Studium auch ein ausreichend hohes Einkommen, um den Privatkredit tilgen zu können. Bezüglich der Verzinsung kann – und diese Tatsache unterschätzen Studenten – ein variabel ausgestalteter Privatkredit als Ausbildungsfinanzierung zum Bumerang werden, wenn mit Beginn der Tilgungsphase der Marktzins deutlich steigt.

Generell sollte, egal, ob man sich für den KfW-Bildungskredit oder einen Privatkredit für´s Studium entschieden hat, jedem angehenden Akademiker klar sein, dass die Verbindlichkeiten irgendwann zurückgezahlt werden und in die langfristige Finanz- und Karriereplanung einfließen müssen.