Tipps & Infos zum Kredit

Hauskredit: So rechnet sich der Traum vom Eigenheim

Der Traum vom Eigenheim ist teuer. Und so werden regelmäßig hohe Kredite als Hauskredit aufgenommen, um das Eigenheim zu finanzieren. Dabei spielt allerdings nicht nur der Zins eine Rolle – auch die Länge der Zinsbindung kann darüber entscheiden, ob ein Hauskredit günstig ist oder zum Klotz am Bein wird.


Günstiges Baugeld ist immer gefragt. Leider klaffen die Ansprüche angehender Eigenheimbesitzer und die Angebote der Banken mitunter weit auseinander. Wer nach einem Hauskredit sucht, sollte sich daher nicht nur mit den aktuellen Konditionen am Markt beschäftigen, sondern auch einen Blick hinter die Kulissen werfen. Nur so lassen sich Lockangebote, die sich später als teuer erweisen, von günstigem Baugeld unterscheiden.

Hauskredit – Laufzeit und Zinssatz


Sucht man nach einer Baufinanzierung, werden fast immer die Zinsen für die Kredite zum Entscheidungskriterium erhoben. Auf den ersten Blick ist diese Einschätzung auch nicht falsch. Allerdings – und dies bestätigen Experten immer wieder – handelt es sich dabei nur um eine Entscheidungsgrundlage. Warum? Der effektive Jahreszins erfasst nicht alle Kosten für die Kredite, die in Verbindung mit dem Hauskredit stehen – wie zum Beispiel Notar- und Gutachterkosten oder die Eintragung der Grundschuld.

Was macht einen Hauskredit noch günstig? Immer wieder fällt hier der Verweis auf die Laufzeit für die Kredite. Dahinter verbirgt sich eine einfache Rechnung. Sind die Kreditzinsen niedrig, ist es ratsam, die Zinsbindungsfrist (Zeitraum, über den die Zinsen für die Kredite festgeschrieben werden) auszudehnen. Für hohe Zinsen der Baufinanzierung gilt natürlich das Gegenteil.

Hauskredite flexibel tilgen

Neben den bereits genannten Punkten, welche zur Entscheidung über den Hauskredit immer beitragen sollten, kommt hinzu, dass Klauseln zu Sondertilgungen und die Kreditablöse für die Kredite eine Rolle spielen. Abgelaufene Kapitallebensversicherungen, Schenkungen oder Gehaltsboni – alles Kapital, das der schnellen Entschuldung der Kredite dienen kann. Verlangt die Bank hier zusätzliche Gebühren für die Kredite, wird das Baugeld schnell teurer.

Anschlussfinanzierung – kühle Rechner gefragt

Bleibt zum Schluss noch die Frage nach der sogenannten Anschlussfinanzierung. Hierunter wird beim Hauskredit der Punkt verstanden, welcher sich durch die hohe Kreditsumme ergibt, die in vielen Fällen nach dem Auslaufen der Zinsbindungsfrist verbleibt. In diesem Fall muss ein zweiter Hauskredit abgeschlossen werden – aber nicht zwingend bei der Hausbank. Es lohnt sich, auch andere Angebote für den neuen Hauskredit in Betracht zu ziehen.

Es hat sich in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass die Angebote der Hausbank für die Kredite hier mitunter nicht zu den besten Offerten gehören. Lockt die Konkurrenz mit günstigeren Konditionen, kann das neue Darlehen für die Anschlussfinanzierung herangezogen werden.